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Beim Stricken eine Masche verloren: zuerst sichern, dann aufnehmen

Redaktion Artikelzeiten · · Aktualisiert am 22.09.2026

Kurz erklärt

Wenn beim Stricken eine Masche heruntergefallen ist, sichere die offene Schlaufe sofort mit einer Hilfsnadel oder einem Maschenhalter. Bei glatt rechtem Gestrick kannst du die darüberliegenden Querfäden der Reihe nach wieder durch die Schlaufe ziehen. Bei anderen Mustern muss die jeweilige Maschenart berücksichtigt werden.

In diesem Artikel

Die offene Schlaufe finden und festhalten

Lege die Arbeit ruhig ab und ziehe nicht am Gestrick. Suche unterhalb der Lücke nach der noch offenen Masche. Die Querfäden darüber zeigen, wie viele Reihen bereits aufgelöst wurden. Stecke eine geeignete Hilfsnadel oder einen schließbaren Maschenhalter durch die Schlaufe, damit sie nicht weiter fällt. Prüfe, ob nur eine Maschensäule betroffen ist. Wenn mehrere Maschen, Umschläge oder Abnahmen beteiligt sind, wird die Korrektur komplexer. Ein Foto des Musters vor dem weiteren Arbeiten kann helfen, die Stelle zu verstehen. Du musst nicht sofort das ganze Stück auftrennen.

Glatt rechte Maschen von unten nach oben aufbauen

Betrachte die rechte Vorderseite der glatt rechten Fläche. Nimm die gesicherte Schlaufe mit einer passenden Häkelnadel auf. Ziehe den untersten freien Querfaden oberhalb der Schlaufe durch sie hindurch. Dadurch entsteht die nächste Masche. Arbeite danach mit dem nächsten Querfaden weiter nach oben. Die Reihenfolge ist entscheidend; überspringst du einen Faden, bleibt die Struktur fehlerhaft. Ziehe die neuen Schlaufen nicht unnötig groß. Wenn du die aktuelle Reihe erreichst, legst du die Masche unverdreht auf die Stricknadel zurück. Prüfe die Orientierung im Vergleich zu den benachbarten Maschen.

Das Muster vor dem Weiterarbeiten vergleichen

Bei kraus rechtem Gestrick wechseln die sichtbaren Strukturen, weshalb die Querfäden nicht alle gleich von derselben Seite durchgezogen werden. Bei Rippen, Lochmustern oder Zöpfen muss die ursprüngliche Struktur rekonstruiert werden. Die DROPS-Tutorials zeigen unterschiedliche Fälle. Wenn du die Stelle nicht sicher lesen kannst, sichere sie und hole passende Hilfe, statt blind mehrere Reihen hochzuhäkeln. Die Grundlagen der ersten gestrickten Reihe helfen, rechte Maschen wiederzuerkennen. Eine Korrektur ist erst fertig, wenn sowohl Maschenzahl als auch Muster an der Stelle stimmen.

Die Spannung vorsichtig ausgleichen

Eine aufgenommene Masche kann zunächst lockerer oder fester wirken als ihre Nachbarn. Verteile den Faden vorsichtig mit der Nadelspitze über angrenzende Maschen, ohne einzelne Schlaufen stark zu ziehen. Zähle danach die Maschen der Reihe. Bei sehr glattem Garn können offene Schlaufen schnell weiterfallen; Maschenhalter sind deshalb nützlich. Wenn die Masche bis in den Anschlag aufgelöst ist oder mehrere Mustervorgänge betroffen sind, kann kontrolliertes Zurückstricken die bessere Lösung sein. Arbeite erst weiter, wenn die Stelle verstanden ist. Ein gesicherter Fehler wird nicht schlimmer, nur weil du dir Zeit für die Korrektur nimmst.

Häufige Fragen

Muss ich die ganze Reihe auftrennen?

Nicht immer. Eine einzelne verlorene Masche in einer einfachen Fläche lässt sich häufig gezielt aufnehmen. Bei komplexen Mustern kann kontrolliertes Zurückarbeiten jedoch übersichtlicher sein.

Welchen Querfaden nehme ich zuerst?

Den untersten noch freien Faden direkt über der gesicherten Schlaufe. Arbeite danach schrittweise nach oben. Ein übersprungener Querfaden verändert die rekonstruierte Maschensäule.

Warum sieht die reparierte Stelle anders aus?

Möglicherweise ist die Masche verdreht, ein Querfaden wurde ausgelassen oder das Muster verlangt unterschiedliche Maschenarten. Prüfe Struktur und Spannung, bevor du einfach darüber weiterstrickst.