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Mäusezähnchen häkeln: kostenlose Picot-Anleitung

Redaktion Artikelzeiten · · Aktualisiert am 23.09.2026

Kurz erklärt

Mäusezähnchen sind kleine gehäkelte Spitzen an einer Kante. Eine einfache Variante entsteht aus drei Luftmaschen, die mit einer Kettmasche zur kleinen Schlaufe geschlossen werden. In dieser kostenlosen Übung setzt du nach jeweils drei festen Maschen ein solches Picot. Du brauchst dafür eine gerade Grundkante mit 21 Maschen; am Ende entstehen sieben gleichmäßig verteilte Zähnchen.

In diesem Artikel

Eine klare Grundkante vorbereiten

Häkle zunächst ein kleines Probestück mit 21 festen Maschen pro Reihe. Dafür schlägst du 22 Luftmaschen an, beginnst in der zweiten Luftmasche von der Nadel und arbeitest bis zum Ende. Häkle einige weitere Reihen mit jeweils einer nicht mitgezählten Wendeluftmasche. Die obere Kante muss tatsächlich 21 feste Maschen haben, bevor du die Picot-Reihe beginnst.

Verwende ein glattes Garn und eine dazu passende Nadel. Die kleinen Schlaufen lassen sich bei sehr flauschigem Material schwer kontrollieren. Ein Markierer an der ersten und letzten Grundmasche hilft bei der Orientierung. Wenn du später eine vorhandene Kante verzieren möchtest, probierst du die Technik zuerst an einem Rest mit vergleichbarer Garnstärke aus.

Picot ist kein Name für nur eine einzige Ausführung. Das DROPS-Video zu Mausezähnchen zeigt beispielsweise eine Variante mit einem Stäbchen und einer übersprungenen Grundmasche. Unsere kleine Übung verwendet dagegen einen geschlossenen Luftmaschenbogen mit Kettmasche. Mische die Zählweisen unterschiedlicher Varianten nicht innerhalb derselben Kante.

Das erste Zähnchen Schritt für Schritt

Häkle eine Wendeluftmasche und wende das Probestück. Diese Luftmasche zählt nicht zu den 21 Grundmaschen. Arbeite je eine feste Masche in die ersten drei Maschen der Vorreihe. Nach der dritten festen Masche häkelst du drei Luftmaschen nach oben. Merke dir die erste dieser drei neuen Luftmaschen: Sie liegt direkt oberhalb der zuletzt gearbeiteten festen Masche.

Stich in diese erste Luftmasche ein und hole den Faden durch die Einstichstelle und die aktive Schlinge auf der Nadel. Damit ist die Kettmasche fertig, und die drei Luftmaschen bilden eine kleine geschlossene Schlaufe. Für dieses Modell stichst du nicht zusätzlich in eine Masche der unteren Grundreihe. Das Picot sitzt auf der dritten festen Masche.

Die Grundkante hat bis hierher genau drei ihrer 21 Maschen verbraucht. Die Luftmaschen des Picots verändern diese Zahl nicht. Genau diese Trennung erleichtert das Zählen: Feste Maschen gehen entlang der ursprünglichen Kante, die drei Luftmaschen bilden die seitlich abstehende Dekoration. Eine zu straffe Kettmasche kann die kleine Spitze zusammenziehen; arbeite sie deshalb kontrolliert, ohne den Faden gewaltsam festzuziehen.

Den Rapport siebenmal arbeiten

Arbeite jetzt je eine feste Masche in die nächsten drei noch freien Grundmaschen. Danach folgen wieder drei Luftmaschen und eine Kettmasche in die erste dieser drei Luftmaschen. Wiederhole diese Folge bis zum Ende der Grundkante. Sieben Gruppen mit jeweils drei festen Maschen benötigen insgesamt 21 Grundmaschen. Jede Gruppe erhält ein Picot, also entstehen sieben Zähnchen.

Die letzte Spitze sitzt in dieser Übungsanordnung auf der letzten festen Masche. Wenn du eine fertige Kante lieber mit einem glatten Abschnitt beginnen und beenden möchtest, musst du dafür zusätzliche Grundmaschen einplanen. Übernimm nicht unverändert die Zahl 21 und erwarte zugleich einen anderen Randabstand. Zeichne die gewünschte Verteilung zunächst mit Punkten auf Papier.

Zähle nach jeder Gruppe nur die verbrauchten Grundmaschen. Bei neun bearbeiteten Grundmaschen sollten drei Picots vorhanden sein; bei fünfzehn sind es fünf. Fehlt ein Zähnchen, lässt sich die betroffene Gruppe jetzt leicht auftrennen. Versuche nicht, die nächste Spitze zufällig enger zu setzen, um den Fehler optisch zu verstecken. Dadurch verliert die gesamte Kante ihren gleichmäßigen Abstand.

Randwirkung beurteilen und Fehler korrigieren

Lege das Probestück flach hin. Eine Picotkante darf dekorativ abstehen, soll aber nicht die ganze Grundfläche zusammenziehen. Wird die Kante eng, prüfe die Fadenspannung in den festen Maschen und den kleinen Schließmaschen. Wenn die Fläche bereits vor dem Verzieren gewellt war, liegt das Problem nicht ausschließlich an den Zähnchen.

Vernähe den Faden nach dem letzten Picot sorgfältig. Schneide ihn nicht unmittelbar an der letzten Schlinge ab. Bei einem Farbwechsel kannst du die Picot-Reihe in einer anderen Farbe arbeiten; die Maschenzahl bleibt dieselbe. Größere Spitzen aus mehr Luftmaschen verändern dagegen die Wirkung und sollten erneut am Probestück beurteilt werden.

Diese Kante kann eine geeignete dekorative Fläche ergänzen. An Gegenständen, die häufig hängenbleiben, sind offene Schlaufen möglicherweise unpraktisch. Den einfachen Flächenaufbau übst du mit einem quadratischen Untersetzer. Wenn du zunächst zwei Flächen verbinden möchtest, ist das kleine Häkeltäschchen ein anderes klar begrenztes Projekt. Die Verzierung ersetzt dabei weder eine Naht noch einen Verschluss.

Häufige Fragen

Sind Picot und Mäusezähnchen dasselbe?

Beide Begriffe werden für kleine dekorative Randspitzen verwendet. Die konkrete Ausführung kann sich unterscheiden. Entscheidend sind deshalb Einstichstelle, Luftmaschenzahl und Abstand der jeweiligen Anleitung.

Werden die drei Luftmaschen als Grundmaschen mitgezählt?

In dieser Übung nicht. Du arbeitest weiterhin über 21 vorhandene Grundmaschen. Die Luftmaschen liegen zusätzlich als kleine Schlaufe oberhalb einzelner fester Maschen.

Kann ich den Rand um ein ganzes Quadrat häkeln?

Dafür brauchst du eine zusätzliche Planung der Eckmaschen und der Verteilung auf allen Seiten. Diese Anleitung übt bewusst eine gerade Kante. Die Eckführung lässt sich nicht durch unverändertes Weiterzählen ersetzen.